Faltrad-Marktübersicht 2026

In den letzten Jahren hat sich im Markt der Falträder viel getan. Es kamen mehrere hochwertige Falträder neu auf den Markt, deren Fahreigenschaften nahe bei jenen eines normalgrossen Fahrrades liegen. Die Faltrad-Marktübersicht 2026 ordnet ein.

In diesem Beitrag finden Sie eine Übersicht der angebotenen Modelle. Wie immer beschränken wir uns dabei auf langlebige Produkte. Dabei betrachten wir das Angebot anhand von drei Kriterien.

  • Transportierbarkeit (Gewicht, Faltmass)
  • Langstreckentauglichkeit (Stabilität, Effizienz, Fahrkomfort)
  • Preis, denn nicht alle wollen gleich mehre Tausende Euro ausgeben

Leider lassen sich diese drei Kriterien nicht alle in einem Faltrad vereinen. In der Regel ist ein Faltrad, das stabil und leicht ist, auch teurer. Wenn es leicht und günstig ist, sollte man wegen der mangelnden Stabilität besser die Finger davon lassen.

Die folgende Übersicht basiert auf Tests anderer Faltradspezialisten, den Herstellerseiten sowie unserer eigenen Einschätzung. Die Links in der ersten Spalte führen zu weiterführenden Informationen zum jeweiligen Fahrrad.

Hersteller & LinkRadgrösse (Typisch)TransportierbarkeitLangstreckentauglichkeitPreis (ohne Gewähr)
Brompton A,C,P,T-Line16 ZollExzellent. Der Massstab für elegantes Falten. Kann fast immer mit dabei sein.Mittel. Man kann damit auch längere Strecken fahren, zumindest auf hartem Untergrund (Asphalt)1’110 – 5’500 €
Brompton G-Line20 ZollGut. Faltet aber deutlich grösser als das Original. Mit rund 16 Kg Gewicht nur über kurze Strecken möglich zu tragen.Exzellent. Dank 20-Zoll Rädern, breiten Reifen und Scheibenbremsen ein echtes Touren- und Gravel-Bike.Ab 2’800 €
Birdy18 ZollGut. Faltmass etwas grösser als Brompton, aber noch gut handhabbar.Exzellent. Dank Vollfederung komfortabel, stabil gebaut und leistungsfähige SchaltungenAktuell ab 2’500 € zu finden, längerfristig noch unklar
Tern Link20 ZollMittel. Die N-Fold Technologie ist schnell, aber das Paket bleibt voluminös.Eingeschränkt. Trotz stabilem Rahmen und Rädern sind die Komponenten nicht für Reisen mit Gepäck geeignet.Um 1’000 €
Tern Verge20 ZollMittel, faltet wie das Link.Gut dank fertigerer und flexibleren Komponenten als das Link.1’000 – 3’000 €
Tern BYB20 ZollGut dank zwei Gelenken im Rahmen. Benötigt hochkant eine keine Stellfläche. Mit gut 14 kg kein Leichtgewicht.Exzellent. Läuft gut, kann vorne und hinten Gepäck tragen und ist wie viele Tern Räder gut an die eigene Ergonomie anpassbar.1’500 – 2’000 €
Tern Node24 ZollEingeschränkt, da durch grosse Räder grösseres Faltmass. Eher für den Kofferraum gedacht, als für den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln.Mittel. Man sitz wie auf einem Hollandrad. Es ist in erster Linie auf Fahrkomfort, und nicht lange Touren ausgelegt1’000 €
Kwiggle12 ZollExzellent. Das kompakteste Rad der Welt (Handgepäck-Format) und sehr leichtEingeschränkt (oder mittel?). Man fährt fast stehend. Soll jedoch ergonomisch gesund sein.1’400 – 2’200 €
60 Tage Rückgaberecht!
Bernds20 ZollEingeschränkt. Eher zum Verstauen im Auto als für den täglichen Zug-Pendler.Exzellent. Hohe Zuladung (140kg+), extrem stabil. Ein echtes Reiserad im Kompaktformat.2’500 – 5’000 €
Konfigurator
Bike Friday20 ZollMittel. Kann zwar klein zerlegt werden, dauert aber Minuten, nicht SekundenExzellent. Fährt sich wie ein hochwertiges Stahl-Tourenrad. Custom-Made für deine Körpermasse.Ab USD 3’000
Tyrell20 ZollMittel. Leichtbau steht vor Faltmass. Das Paket ist sperriger durch den starren Rahmen-Teil.Gut. Sehr steif und direkt. Eher für den schnellen Sprint oder sportliche Ausfahrten als für gemütliches Reisen.1’900 – 2’600 €
Helix24 ZollGut. Für die grossen Räder ein flaches Paket und leichtExzellent. Die grossen Räder rollen gut über Hindernisse.USD 2’700 – USD 5’500
Vello20 ZollGut. Faltung ist smart, Paket ist flach, in Titan auch sehr leichtExzellent. Langer Radstand sorgt für ruhigen Lauf. Federung dämpft. Mit Rohloff tolles Tourenrad.1’700 – 3’200 €
Moulton17/20 ZollMittel. Nicht falt- sondern teilbar. Mit Tasche aber Fernzug tauglich.Exzellent. Bequem dank Federung und stabil dank Gitterrohrrahmen. Ein Faltrad für die Weltreise.Ab GBP 2’000 bis über 20’000

Vielleicht vermissen Sie in dieser Liste zwei Namen, die Ihnen auch auf der Strasse begegnen: Dahon und Decathlon. Wir haben diese bewusst nicht in die Übersicht aufgenommen, möchten sie aber fair einordnen.

  • Dahon: Als weltgrösster Hersteller von Falträdern hat Dahon das moderne Faltrad massgeblich geprägt. Viele der heute gängigen Falttechniken basieren auf ihren Patenten. In diesem Vergleich konzentrieren wir uns jedoch auf Tern, denn Tern ging einst aus Dahon hervor, um die Fahrqualität und die Langlebigkeit der Falträder zu verbessern. Während Dahon solide Räder baut, bietet Tern nach unserer Einschätzung präzisere Mechanik, die für Leser dieses Blogs wichtig ist.
  • Decathlon: Die Falträder von Decathlon sind beliebt, und das aus gutem Grund. Sie sind unschlagbar günstig. Anders als bei dubiosen Billig-Rädern aus dem Internet bekommen Sie bei Decathlon geprüfte Sicherheit und ein echtes Servicenetz. Aber Sie bezahlen den niedrigen Preis mit einfachen Komponenten.

Wenn Sie ein Faltrad nur für die flachen Kilometer vom Bahnhof zum Büro brauchen, finden Sie bei Dahon und Decathlon gute Lösungen. Wenn Sie jedoch täglich pendeln, das Rad oft tragen müssen oder Touren fahren wollen, lohnt sich der Aufpreis für die in der Tabelle genannten Modelle.

Brompton A, C, P & T-Line

Das Brompton ist eine Ikone britischer Ingenieurskunst und der weltweite Standard, an dem sich alle anderen Falträder messen lassen müssen. Seit Jahrzehnten wird es in London handgefertigt und verfeinert.

Seine Faszination liegt in der mechanischen Eleganz. Es wirkt nicht wie ein Kompromiss, sondern wie ein Uhrwerk. Der Faltmechanismus ist seit Jahren unverändert, weil er als perfekt funktioniert. Er verwandelt das Rad in wenigen Sekunden in einen fest verriegelten und handlichen Block, den man wie ein Gepäckstück tragen kann.

Die Modellpalette deckt heute jeden Anspruch ab:

  • A-Line: Der Einstieg in die Brompton-Welt, mit nur drei Gängen für flache Gegenden. Ab. ca. 1’100 Euro.
  • C-Line: Der er robuste Klassiker aus Stahl. Ab ca. 1’700 Euro.
  • P-Line: Ein C-Line mit Titan-Elemente. Das  reduziert das Gewicht und erhöht den Preis. Ab ca. 3’200 Euro.
  • T-Line ist mit ihrem Voll-Titan-Rahmen federleicht, aber mit über 5’000 Euro auch eine echte Investition.

Das Leben mit dem 16-Zoll-Brompton

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das klassische Brompton ist der unangefochtene König der multimodalen Mobilität. Sie können es bedenkenlos auch zur Stosszeit in Bus und Tram mitnehmen, da es kaum Platz beansprucht. Die Einschränkung liegt abseits von Strassen. Die kleinen Räder eignen sich vor allem für Asphalt, auf Schotter oder Kopfsteinpflaster fahren sie sich nervöser.
  • Transport & Handhabung: Ausser dem Kwiggle mit 12-Zoll-Rädern lässt sich kein anderes Faltrad kleiner falten. Ein entscheidender Vorteil im Pendleralltag ist, dass es im Zug oft genau in die Lücke zwischen zwei Rücken-an-Rücken stehenden Sitzen passt. Es lässt sich zudem gut tragen.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Es ist extrem wendig und beschleunigt gut. Der Komfort hängt stark vom Reifendruck und der Strasse ab, da die kleinen 16-Zoll-Räder Unebenheiten direkter weitergeben.
  • Sauberkeit & Kleidung: Das Brompton ist absolut alltagstauglich. Im gefalteten Zustand verschwinden Kette und Ritzel zwischen den Rahmenteilen, sodass die Kleidung beim Tragen sauber bleibt.
  • Praktische Hinweise: Zum Abstellen wird nur der Hinterbau eingeklappt, sodass das Rad stabil von allein steht. Zudem sind Bromptons sehr wertstabil und langlebig.

Tests und Artikel zum den 16 Zoll Modellen

Brompton G-Line

Jahrzehntelang war der Name Brompton untrennbar mit kleinen 16-Zoll-Rädern und Stadtverkehr verbunden. Mit dem G-Line wagt Brompton den Schritt ins Gelände und auf Reisen. Es ist das erste Brompton mit 20-Zoll-Rädern und Scheibenbremsen, konstruiert als robustes Faltrad für alle Ausflüge jenseits von glattem Asphalt.

Die Ingenieure haben dabei die DNA des Originals bewahrt. Die Faltlogik wurde unverändert für ein Gravel-Bike resp. robustes Tourenrad übernommen. Es ist die Antwort für alle, die Falträder wollen, sich aber nicht nur auf Städte, Strassen und eher kürzere Distanzen beschränken wollen. Auch dieses Modell ist als elektrische Version verfügbar, was den Radius für Touren nochmals erweitert.

Das Leben mit dem G-Line

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das G-Line wurde nicht als agiles Pendlerrad für die Stadt konzipiert, sondern soll das Fahrgefühl eines grossen Rades bieten. Es eignet sich hervorragend für Touren, Waldwege und längere Strecken, bei denen das kleine Brompton an Grenzen stösst.
  • Transport & Handhabung: Es nutzt den gleichen Faltmechanismus wie das Original, das Paket ist jedoch deutlich voluminöser und schwerer. Was auf dem Papier nach kleinen Unterschieden aussieht, ist in der Praxis deutlich spürbar. Es passt in der Eisenbahn nicht zwischen die Sitze, sondern muss im Gepäckabteil verstaut werden.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Hier punktet das G-Line. Dank der 20-Zoll-Räder, der breiten Reifen und der Scheibenbremsen fährt es sich fast wie ein normales Trekkingrad und bietet bei Abfahrten oder auf nassen Strassen Sicherheitsreserven.
  • Sauberkeit & Kleidung: Wie beim kleinen Bruder liegt der Antrieb im gefalteten Zustand innen geschützt. Aufgrund der breiteren Reifen und der Nutzung im Gelände kann das Rad jedoch schmutziger sein, was beim Tragen am Körper zu beachten ist.
  • Praktische Hinweise: Wenn Sie zwischen C-Line und G-Line schwanken, nehmen Sie das G-Line nur, wenn Sie wirklich im Gelände fahren oder das Rad als Tourenrad nutzen wollen. Für reines Stadt-Pendeln ist es oft zu viel Rad.

Tests und Artikel zum G-Line

Birdy

Das Birdy ist ein Faltrad für aktive Radfahrer, die gerne auch mal schnell oder lange Strecken fahren und denen die Performance wichtiger ist, als ein bequemer Faltvorgang. Das Birdy fühlt sich mit Gepäcktaschen wohler als in der Strassenbahn.

Technisch ist das Birdy mit seinen 18-Zoll-Rädern und der Vollfederung ein Exot, der oft zu Unrecht im Schatten des Brompton stehtEs ist das Faltrad für Kenner, die ein robustes Reise- und Sportgerät suchen. Zudem ist es eines der wenigen Falträder, das ab Werk mit der 14-Gang-Nabe von Rohloff erhältlich ist.

Seit 2026 wird das Birdy  nicht mehr von Riese & Müller in Deutschland vertrieben, da sich das Unternehmen voll auf E-Bikes fokussiertDer Vertrieb liegt nun bei Pacific Cycles in Taiwan, und die künftige Verfügbarkeit in Europa ist aktuell noch unklar.

Das Leben mit dem Birdy

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Birdy richtet sich an aktive Radfahrer, für die die Fahrperformance wichtiger ist als der Faltvorgang. Es ist prädestiniert für Touren und schnelle Fahrten und fühlt sich mit Gepäcktaschen auf der Landstrasse wohler als im Gedränge einer Strassenbahn.
  • Transport & Handhabung: Es lässt sich recht gut falten, erreicht aber nicht das kompakte Format eines Brompton, weshalb es sich eher für den Kofferraum oder die gelegentliche Zugfahrt eignet als für den täglichen multimodalen Verkehr.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Hier spielt das Birdy seine grösste Stärke aus. Dank der Vollfederung und verstellbarem Lenker ist es komfortabel und schluckt Vibrationen auch auf langen Etappen souverän weg. Die 18-Zoll-Räder bieten einen guten Kompromiss aus Agilität und Laufruhe.
  • Sauberkeit & Kleidung: Die Modelle mit Kettenwechsel sind effizient, der Antrieb jedoch nicht so gut gekapselt wie beim Bromton. Zudem muss man zum Falten ins Vorderrad greifen. Ohne Händewaschen kann man nicht ins Büro.
  • Praktische Hinweise: Das Birdy ist ein sehr vielseitiges System. Besonders erwähnenswert für Reisende ist die Option, das Rad ab Werk mit der wartungsarmen 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff auszustatten.

Tests und Artikel zum Birdy

Die Link-Modelle sind der Inbegriff der Vernunft. Man könnte sie als den VW Golf unter den Falträdern bezeichnen. Sie sind solide, funktional und qualitativ deutlich hochwertiger als billige Falträder aus dem Baumarkt. Für rund 1’000 Euro ermöglichen sie den Einstieg in die Welt der faltbaren Mobilität, ohne dass man ein Vermögen ausgeben muss.

Aufgrund ihrer Komponenten (Schaltung, Bremsen, Räder) sind sie zwar nicht als Langstrecken- oder Reisefalträder gedacht, als zuverlässiges Stadtvelo für den täglichen Gebrauch erfüllen sie ihren Zweck jedoch allemal.

Das Leben mit dem Link

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Link ist das ideale Einsteigermodell für Stadtmenschen, die ein faltbares Fahrrad für den täglichen Gebrauch oder für die letzte Meile suchen. Es ist solide und vernünftig. Für Weltreisen oder sportliche Touren sind die Komponenten der günstigeren Modelle jedoch nicht ausgelegt.
  • Transport & Handhabung: Die N-Fold-Technologie ermöglicht ein schnelles Falten in wenigen Sekunden. Das resultierende Paket ist jedoch deutlich voluminöser und breiter als beim Brompton. Es lässt sich gut in den Lift schieben oder im Auto verstauen, ist aber weniger handlich, wenn man es über Bahnsteige trägt.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Mit seinen 20-Zoll-Rädern fährt sich das Link ruhiger als kleinere Falträder. Es bietet ein sicheres Fahrgefühl, das auch Einsteiger nicht überfordert. Die Komponenten sind einfach aber stabil genug für den typischen Einsatzbereich eines Link.
  • Sauberkeit & Kleidung: Da die Kette aussen am Paket liegt, ist beim Tragen grosse Vorsicht geboten, um die Kleidung nicht zu verschmutzen.
  • Praktische Hinweise: Mit einem Preis von rund 1’000 Euro bietet das Link einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die Welt der Marken-Falträder, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Tests und Artikel zum Link

Tern Verge

Während das Link der vernünftige VW Golf unter den Falträdern ist, zielt das Verge auf mehr Emotionen, vor allem auf Geschwindigkeit. Es ist für Fahrer gemacht, die nicht nur ankommen, sondern schnell ankommen wollen.

Der Rahmen ist spürbar steifer konstruiert als der des Link, um auch harte Antritte ohne Kraftverlust direkt in Vortrieb umzusetzen. Man sitzt darauf auch sportlicher und gestreckter.

Das Verge ist in einer weiten Preisspanne von 1’000 bis 3’000 Euro erhältlich. Man kann die Modelle in drei Gruppen einteilen:

  • Das Einsteigermodell D9 mit Brot und Butter Komponenten
  • das leichtere P10 in der Mitte mit Scheibenbremsen und agilen Laufrädern
  • und das X11 mit Rennrad-Schaltgruppe, Leichträdern, hochwertiger Scheibenbremse und einem Gewicht von nur gut 10 Kg.

Leben mit dem Verge

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Verge ist klar auf Geschwindigkeit und Sportlichkeit ausgelegt. Es richtet sich an Menschen, die auch ihren Arbeitsweg als Trainingseinheit nutzen möchten, sowie an Rennradfahrer, die eine transportable Alternative suchen. Für gemütliches Cruisen ist die Sitzposition eher zu gestreckt und sportlich.
  • Transport & Handhabung: Es nutzt wie das Link die N-Fold-Technik. Das bedeutet: Es lässt sich schnell zusammenfalten, bleibt aber ein relativ breites Paket. Da das Verge je nach Modell über Scheibenbremsen verfügt, muss man beim Transport im Auto oder in engen Gepäckräumen zudem etwas vorsichtig sein, um die Bremsscheiben nicht zu beschädigen.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Der Rahmen ist steifer ausgelegt als beim Link, um harte Antritte effizient in Vortrieb umzusetzen. Das sorgt für ein sehr direktes Fahrverhalten. Darum spürt man Bodenunebenheiten auch deutlich. Die verbauten hydraulischen Scheibenbremsen bieten gute Sicherheit bei langen Abfahrten, höherer Geschwindigkeit und Nässe.
  • Sauberkeit und Kleidung: Das Verge ist ein Sportgerät mit Kettenschaltung. Ohne zusätzlichen Kettenschutz (wie er beim Link oft vorhanden ist) besteht Gefahr, dass Öl an die Hose gelangt. Eine Hosenklammer ist empfehlenswert.
  • Praktische Hinweise: Die Modellpalette ist breit gefächert – vom soliden D9 bis zum High-End-X11, das mit einem Gewicht von rund 10 kg und Rennradkomponenten in der Liga von Carbon-Rennrädern spielt.

Tests und Artikel zum Verge

Tern BYB

Das Tern BYB (Bring Your Bike) verfolgt ein ambitioniertes Ziel. Es soll die Fahrqualität eines grossen 20-Zoll-Rads beibehalten, sich aber fast so klein falten lassen wie ein 16-Zoll-Rad.

Dieses Versprechen wird durch eine Falttechnik mit zwei Gelenken im Rahmen unterstützt. Dadurch lässt sich das BYB rund 30 % kleiner falten als das Link oder Verge.

Wenn Ihnen das Link oder Verge im Zug zu sperrig ist, Sie aber auf keinen Fall auf die grossen 20-Zoll-Räder verzichten wollen, ist das BYB eine gute Wahl. Es passt auch in Wohnmobile oder Schliessfächer, in die andere 20-Zoll-Räder nicht hineinpassen.

Doch das BYB ist jedoch mehr als nur ein Faltrad für Pendler. Es ist ein ernstzunehmendes Tourenrad mit kompakten Faltmassen. Dank des extrem steifen DoubleDeck-Rahmens trägt es bis zu 120 kg und eignet sich somit auch für längere Reisen mit Gepäck.

Dieser technische Aufwand hat jedoch seinen Preis: Mit rund 2’000 Euro ist das BYB nicht gerade günstig und es ist mit rund 14 kg auch etwas schwer.

Leben mit dem BYB

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das BYB wurde entwickelt, um die Lücke zwischen den gut fahrbaren 20-Zoll-Rädern und dem kleinen Packmass eines 16-Zoll-Rades zu schliessen. Es eignet sich für Reisen mit dem Zug (auch Hochgeschwindigkeitszüge wie ICE, TGV) oder für die Mitnahme im Wohnmobil, wo jeder Zentimeter Stauraum zählt.
  • Transport & Handhabung: Dank zweier Gelenke im Rahmen lässt es sich rund 30 % kleiner falten als ein typisches 20-Zoll-Rad. Ein praktisches Hilfsmittel im Alltag sind die integrierten Rollen im Gepäckträger: Das Rad lässt sich gefaltet bequem wie ein Trolley schieben, statt es tragen zu müssen. Was mit rund 14 kg Gewicht auch hilfreich ist.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Der DoubleDeck-Rahmen sorgt für eine hohe Steifigkeit und Stabilität, auch bei schwereren Fahrern (bis 120 kg Zuladung). Durch den längeren Radstand fährt es sich ruhig und sicher.
  • Sauberkeit & Kleidung: Das BYB ist auch mit Kettenschutz erhältlich, was die Alltagstauglichkeit erhöht. Im Trolley-Modus bleibt das Rad weit genug vom Körper entfernt, sodass die Verschmutzungsgefahr gering ist.
  • Praktische Hinweise: Der Faltvorgang ist komplexer als bei den Modellen Link und Verge und benötigt etwas Übung. Dafür kann das kompakte Paket auch mit an Orte, die für viele andere Falträder zu eng wären.

Tests und Artikel zum BYB

Tern Node

Das Node ist ein Faltrad für Menschen, die eigentlich gar kein Faltrad möchten. Es bricht mit dem Prinzip kleiner 20-Zoll-Räder und setzt stattdessen auf voluminöse 24-Zoll-Laufräder. Es ist ein aufgeblasenes Link D8 und zielt nicht auf maximale Kompaktheit, sondern auf maximalen Fahrkomfort ab.

Es wurde entwickelt, um ein spezifisches Problem zu lösen. Das Lagerproblem in der Stadt. Es ist das ideale Rad für alle, die gerne ein richtiges, grosses Holland- oder Cityrad hätten, aber in ihrer Stadtwohnung schlicht keinen Platz dafür haben. Kaufen Sie das Node jedoch nicht, um damit täglich Zug zu fahren.

Leben mit dem Node

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Node wurde in erster Linie entwickelt, um das Lagerproblem in kleinen Stadtwohnungen zu lösen und weniger, um ein Transportproblem im öffentlichen Verkehr zu beheben. Es eignet sich hervorragend für Touren, die direkt vor der Haustür beginnen.
  • Transport & Handhabung: Da es auf 24-Zoll-Rädern rollt, ist das gefaltete Paket zwangsläufig gross. Für den täglichen Transport im Zug ist es wenig geeignet, da es viel Platz beansprucht. Es passt jedoch noch in den Kofferraum eines Kombis, um Ausflugsziele zu erreichen.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: In punkto Fahreigenschaften ist es das wohl komfortabelste Faltrad von Tern. Die grossen Räder rollen über Schlaglöcher und Feldwege fast so ruhig wie ein normales Trekkingrad. Das Fahrgefühl ist stabil und sicher.
  • Sauberkeit & Kleidung: Wie beim Link und Verge kommt hier eine Kettenschaltung zum Einsatz. Da das Rad weniger getragen wird als die kleineren Modelle, ist die Gefahr von Verschmutzung beim Transport etwas geringer. Dennoch ist bei der offenen Kette Vorsicht geboten.
  • Praktische Hinweise: Kaufen Sie dieses Rad nicht für die Rushhour in der S-Bahn. Es ist das ideale Wochenend- und Freizeitrad, das bei Nichtgebrauch platzsparend hinter der Tür oder im Schrank verschwindet.

Tests und Artikel zum Node

Kwiggle

Vergessen Sie alles, was Sie bisher über Falträder wussten. Das Kwiggle (Made in Germany) spielt in einer ganz eigenen Liga. Es ist weniger ein Fahrrad im herkömmlichen Sinne als ein mikromobiles Sportgerät.

Es wirbt damit, das kompakteste Faltrad der Welt zu sein, und das ist keine Übertreibung. Es wurde konsequent auf ein Ziel hin optimiert: Es soll das einzige Fahrrad sein, das wirklich immer dabei sein kann. Selbst dort, wo andere Falträder draussen bleiben müssen.

Ein gefaltetes Kwiggle soll mit 55 x 40 x 25 cm sogar in das  Handgepäckfach eines Flugzeugs passen. Sie nehmen es im Zug oder Bus einfach zwischen die Beine oder legen es unter den Sitz. Es ist so klein, dass es von Schaffnern und Busfahrern oft gar nicht als Fahrrad wahrgenommen wird. Dank seines Gewichts von nur 8.5 Kg lässt es sich auch leicht über Kopf heben.

Dafür fährt sich das Kwiggle ganz anders als alle anderen Falträder. Man könnte es als Joggen auf Rädern bezeichnen. Der Sattel ist nicht starr, sondern bewegt sich beim Treten absichtlich seitlich mit. Man sitzt fast aufrecht, wie auf einem Barhocker.

Wir selbst haben es leider noch nie gefahren, es soll jedoch trotz der kleinen 12-Zoll-Räder deutlich leistungsfähiger sein, als der optische Eindruck vermittelt. Geschwindigkeiten von über 20 km/h sollen problemlos möglich sein. Im Netz findet man auch Beiträge von Leuten, die damit längere Strecken zurücklegen. Einzelne sogar mit einem Anhänger fürs Gepäck.

Das Kwiggle ist ein Faltrad und Sportgerät für Extrem-Pendler sowie für alle, die ihr Faltrad immer und überall dabeihaben möchten. 

Leben mit dem Kwiggle

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Kwiggle spielt in einer eigenen Liga und ist für Menschen gedacht, die ihr Fahrrad buchstäblich immer und überall dabei haben möchten. Es ist eine radikale Mobilitätslösung.
  • Transport & Handhabung: Es ist das kompakteste Faltrad der Welt. Mit Massen von 55 × 40 × 25 cm findet es immer irgendwie Platz. Meist wird es vom Personal gar nicht als Fahrrad wahrgenommen. Mit nur ca. 8,5 kg lässt es sich leicht tragen.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Das Fahrgefühl unterscheidet sich grundlegend von dem aller anderen Räder: Man sitzt fast aufrecht und der Sattel bewegt sich seitlich mit. Es erfordert eine Umgewöhnung, eine aktive Fahrweise, ermöglicht aber durchaus Geschwindigkeiten von über 20 km/h.
  • Sauberkeit & Kleidung: Durch die aufrechte Sitzposition, wie auf einem Barhocker, ist die Übersicht im Verkehr gut und die Kleidung kommt kaum mit der Mechanik in Berührung. Aufgrund der sehr kleinen 12-Zoll-Räder befindet man sich jedoch näher an der Strasse und dem Spritzwasser.
  • Praktische Hinweise: Das Kwiggle ist ein Immer-dabei-Rad. Wer ein entspanntes „Sessel-Gefühl” sucht, ist hier falsch. Wer maximale Portabilität sucht, findet keine Alternative.

Tests und Artikel zum Kwiggle

Bernds

Das Bernds ist ein Phantom auf den Strassen. Wenn Sie eines sehen, dann sitzt darauf meist jemand, der genau weiss, warum er oder sie kein Brompton und kein Tern fährt. Es ist kein Produkt von der Stange, sondern Handwerkskunst aus einer kleinen Manufaktur in Detmold, Nordrhein-Westfalen.

Hier kaufen Sie kein fertiges Rad, sondern konfigurieren es wie einen Neuwagen: Rahmenhöhe, Farbe, Lenkerform und Antriebsart (von Kette bis hin zu Rohloff oder Pinion) werden individuell festgelegt. Das Herzstück ist der hochwertige Stahlrahmen, der im Gegensatz zu fast allen anderen Falträdern auf ein Gelenk im Hauptrahmen verzichtet.

Das Ziel ist nicht das kleinste Packmass, sondern das perfekte Fahrgefühl eines klassischen Reiserads. So trägt es auch bis zu 140 kg Gewicht.

Das Bernds eignet sich nicht für multimodalen Verkehr, in den Kofferraum eines Kombis passt es problemlos. Es ist die perfekte Wahl für sehr grosse oder schwere Menschen. Und natürlich für alle, die um die Welt radeln wollen.

Leben mit dem Bernds

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Bernds ist kein Produkt von der Stange, sondern Handwerkskunst für Individualisten. Es richtet sich besonders an sehr grosse oder schwere Menschen. Es ist primär als hochwertiges Reiserad konzipiert und nicht für den schnellen Wechsel zwischen Bus und Bahn geeignet.
  • Transport & Handhabung: Anstatt den Rahmen in der Mitte zu teilen, wird beim Bernds der Hinterbau unter das Rad gefaltet. Das resultierende Paket ist breiter als bei der Konkurrenz. Es passt problemlos in den Kofferraum eines Kombis, für die Rush Hour in der S-Bahn ist es jedoch eher zu sperrig.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Da der Hauptrahmen kein Gelenk benötigt, ist er extrem steif. In Kombination eines hochwertigen Stahlrahmen und den 20-Zoll-Rädern entsteht ein sehr ruhiges und stabiles Fahrgefühl, das eher an ein Reiserad als an ein Faltrad erinnert.
  • Sauberkeit & Kleidung: Bernds bietet umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten, darunter auch einen wartungsarmen Riemenantrieb. Wer sich dafür entscheidet, hat den Vorteil eines komplett ölfreien Antriebsstrangs, der die Kleidung zuverlässig schützt.
  • Praktische Hinweise: Jedes Rad wird individuell für den Kunden gebaut. Rechnen Sie daher mit Lieferzeiten und nutzen Sie die Möglichkeit, das Rad auf Ihre Körpermasse und Wünsche abzustimmen.

Tests und Artikel zum Bernds

  • Die Bernds-Seite: Mit dem online Konfigurator kann man selber die Kosten ermitteln.

Bike Friday

Das Bike Friday ist der amerikanische Verwandte des deutschen Bernds. Beide setzen konsequent auf Stahl und Massanfertigung. Doch während andere Falträder für den Alltag zwischen Büro und S-Bahn konzipiert sind, hat auch das Bike Friday ein anderes Ziel: die grosse weite Welt. Modellnamen wie Pocket Rocket (Rennrad) oder All-Packa (Reiserad) verraten den vorgesehen Einsatzzweck.

Der Clou soll nicht das schnelle Falten, sondern das Zerlegen für den Flugverkehr sein. Es ist das Rad für den Urlaub, nicht für den Arbeitsweg. Sie fliegen an einen schönen Ort, holen Ihren Koffer vom Band, bauen das Rad zusammen und starten die Tour.

Leben mit dem Bike Friday

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Bike Friday gibt sich als der Spezialist für Fernreisen mit dem Flugzeug. Es ist nicht als Pendlerrad für den täglichen Weg ins Büro gedacht, da der Faltvorgang dafür zu umständlich ist. Seine Stärke liegt im Urlaub: Sie reisen an einen schönen Ort und haben ein vollwertiges Rad dabei.
  • Transport & Handhabung: Es ist so konstruiert, dass es zerlegt in einen handelsüblichen Hartschalenkoffer passt. Dadurch können teure Sportgepäckgebühren entfallen. Das Zusammensetzen im Hotelzimmer dauert dann jedoch etwas.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Wie bei Bernds setzen die Amerikaner auf Stahl und Massanfertigung. Das Fahrverhalten ist dementsprechend solide und langstreckentauglich. Das Modell Pocket Rocket bietet sogar echtes Rennrad-Feeling auf kleinen Rädern.
  • Sauberkeit & Kleidung: Da das Rad für den Transport im Koffer oft teilweise zerlegt werden muss (Lenker, Sattel etc.), kommt es intensiver mit mechanischen Teilen in Kontakt als bei einem einfachen Falten. Es ist ratsam, ein Paar Montagehandschuhe im Koffer zu haben.
  • Praktische Hinweise: Das Händlernetz in Europa ist dünn. Oft wird das Rad direkt in den USA bestellt, was zusätzliche Kosten und Komplexität durch Transport und Zoll mit sich bringt.

Test und Artikel zum Bike-Friday

Tyrell

Wenn Sie ein Fahrrad von Tyrell sehen, fällt Ihnen sofort der Rahmen auf. Zwei gekreuzte Rohre bilden ein markantes X – das sogenannte Slant Design. Das sieht nicht nur futuristisch aus, sondern folgt auch einer physikalischen Logik, denn es macht den Rahmen steif und leicht.

Diese in Japan gefertigten Räder sind auch ein Statement. Sie stellen Stil und Fahrgenuss über das Packmass. Wer ein Faltrad sucht, das sich wie ein hochwertiges Rennrad anfühlt und auch optisch aus der Masse heraussticht, kommt an dieser Marke nicht vorbei.

Leben mit dem Tyrell

  • Einsatzbereich und Einschränkungen: Die in Japan hergestellten Tyrell-Räder stellen den Fahrgenuss klar über das Packmass. Wer ein Faltrad mit hoher Verarbeitungsqualität, geringem Gewicht und echtem Rennrad-Feeling sucht, wird hier fündig. Es ist weniger für den gemütlichen Einkauf oder den hektischen Pendleralltag konzipiert, sondern für sportliche Ausfahrten.
  • Transport & Handhabung: Der Fokus auf Steifigkeit macht sich beim Falten bemerkbar. Die Tyrell sind etwas kompliziert zu falten und das Paket bleibt vergleichsweise sperrig. Es ist kein Rad für den schnellen Sprint zum Gleis, sondern eher für den Transport im Auto oder die sichere Aufbewahrung in der Wohnung geeignet.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Das auffällige Design mit zwei gekreuzten Rohren macht den Rahmen steif und leicht. Das sorgt für eine sehr direkte Kraftübertragung und schnelle Beschleunigung. Der sportliche Charakter ist jedoch spürbar. Das Tyrell es ist kein Sessel. Als sportliches Rad verfügt das es meist über eine Kettenschaltung ohne Kapselung. Da es eher als Sportgerät genutzt wird, ist funktionale Kleidung passender als ein Anzug.
  • Praktische Hinweise: Tyrell ist in Europa sehr selten, da es nur wenige Importeure gibt.

Tests und Artikel zum Tyrell

  • Tyrell-Seite: Übersicht über alle Modelle mit genauen Daten

Helix

Das Helix ist so etwas wie das Einhorn unter den Falträdern. Es stammt aus Toronto und macht ein Versprechen, das fast zu schön klingt, um wahr zu sein: Es soll alle physikalischen Nachteile herkömmlicher Falträder auf einmal lösen.

Es faltet trotz seiner 24-Zoll-Räder fast so klein wie ein 16-Zoll-Brompton. Es ist unseres Wissens das einzige Rad der Welt, das dieses Verhältnis von Radgrösse zu Faltgrösse schafft.

Besonders ist nicht nur die Geometrie, sondern auch das Material. Der Rahmen besteht komplett aus Titan. Das bedeutet, dass das Rad nicht rostet, keinen Lack benötigt und durch eine rohe, unverwüstliche Industrie-Optik gefällt.

Nach einer bewegten Geschichte mit Kickstarter-Kampagnen und Verzögerungen ist es nun endlich auf dem Markt und besetzt eine spannende Nische für Faltrad-Enthusiasten.

Leben mit dem Helix

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Helix gilt als Einhorn unter den Falträdern, da es die physikalischen Nachteile kleiner Räder vermeidet. Es richtet sich an Technikliebhaber, die keine Kompromisse bei der Radgrösse eingehen wollen.
  • Transport & Handhabung: Das Alleinstellungsmerkmal ist das Verhältnis von Radgrösse zu Faltmass: Trotz seiner grossen 24-Zoll-Räder faltet es fast so klein wie ein 16-Zoll-Brompton. Damit vereint es das Beste aus beiden Welten.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Die grossen Räder bieten ein deutlich ruhigeres und sichereres Fahrverhalten als klassische Falträder. Der Rahmen besteht aus Titan und ist robust.
  • Sauberkeit & Kleidung: Der Antrieb kommt mit Ausnahme des halben Kettenblatts zwischen gefaltete Rahmenteile zu liegen. Mit etwas Aufmerksamkeit kann man es einigermassen sicher tragen.
  • Praktische Hinweise: Das Rad kommt aus Kanada und wird direkt beim Hersteller bestellt. Interessenten müssen sich auf Importkosten, Zoll und oft lange Wartezeiten einstellen. Eine Probefahrt beim Händler ist in Europa kaum möglich.

Test und Artikel zum Helix

  • Helix-Seite: Übersicht über alle Modelle mit genauen Daten

Vello

Entwickelt in Wien, bricht auch das Vello mit einer der ältesten Regeln des Faltradbaus, indem es auf das Scharnier im Hauptrahmen verzichtet. Das Ergebnis ist ein Fahrrad, das auf den ersten Blick gar nicht wie ein Faltrad aussieht, sondern wie ein stylishes Urban Bike. Wenn Sie das Vello zum ersten Mal sehen, werden Sie sich fragen wo eigentlich das Faltgelenk ist.

Da der Rahmen starr bleibt, gibt es keine Instabilität und keinen Kraftverlust durch Flex beim Treten. Anstelle das Rad zu knicken, nutzt Vello einen Faltmechanismus, bei dem der Hinterbau mit einem Schwung nach vorne dreht.

Zusammengehalten wird das Paket nicht durch Klemmen, sondern durch einen starken Magneten. Dieser sitzt in einem Elastomer-Block, so hat das Vello hat eine Heckfederung welche die Vibrationen eines Kopfsteinpflaster recht gut absorbiert.

Gefaltet ist das Vello schmal, aber deutlich höher als ein 16-Zoll-Brompton. Es passt nicht in ein Schliessfach, aber zwischen die Sitze im Zug. In Topausstattung und mit Titanrahmen kommt man fast auf ein Gewicht von nur 8 Kg. Das macht das Vello sehr agil zufahren und natürlich auch leicht zu transportieren.

Leben mit dem Vello

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Vello punktet dort, wo das Rad oft getragen werden muss, man aber trotzdem flott und bequem unterwegs sein will. Mit Titanrahmen und Shimano XT Schaltung ist es für jedes Abenteuer bereit.
  • Transport & Handhabung: Der Faltmechanismus ist praktisch und schnell, zusammengehalten wird das Paket durch einen starken Magneten. Gefaltet ist das Vello zwar schmal, aber höher als ein Brompton. Es passt meist nicht in Schliessfächer, aber gut zwischen die Sitze im Zug.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Da der Hauptrahmen kein Gelenk hat, ist er steif und es entsteht wenig Leistungsverlust beim Treten. Der Magnet am Hinterbau sitzt in einem Elastomerblock, der dem Rad eine subtile Heckfederung verleiht und Vibrationen recht gut absorbiert.
  • Sauberkeit & Kleidung: Das Vello ist auch mit Riemenantrieb erhältlich, was es sehr sauber und wartungsarm macht , ein Pluspunkt für Pendler, die Wert auf ihre Kleidung legen. Der Antrieb kommt jedoch aussen zu liegen.
  • Praktische Hinweise: Der Faltvorgang mit der Gabel erfordert anfangs etwas Übung. Die magnetische Verriegelung ist aber smart, man muss nur den Dreh erst einmal heraushaben.

Test und Artikel zum Vello

  • Vello-Seite: Übersicht über alle Modelle mit genauen Daten

Moulton

Das Moulton ist nicht einfach nur ein weiteres Faltrad. Es ist der Urvater aller Kleinrad-Fahrräder. Alex Moulton hat dieses Konzept in den 1960er-Jahren in England erfunden. Er entwickelte die Federung für den klassischen Mini Cooper, was ihn laut Firmenchronik zur Entwicklung seines gefederten Fahrrads veranlasste.

Das Auffälligste am Moulton ist der Rahmen. Der sogenannte Spaceframe besteht aus vielen kleinen, dünnen Röhrchen, die wie eine filigrane Brückenkonstruktion aussehen. Er ist verwindungsfest und steif. Deshalb ist das Moulton sowohl vorne als auch hinten gefedert.

Das Moulton lässt sich nicht falten, sondern muss in zwei Hälften zerlegt werden. Das dauert einige Minuten. Es ist somit kein Pendlerrad, passt aber in fast jeden Kofferraum.

Es hält diverse Geschwindigkeitsrekorde und gilt unter Langstreckenfahrern als eines der schnellsten und komfortabelsten Räder überhaupt. So fuhr Dave Bogdan beim Race Across Amerika 1988 über fast 5’000 km einen Schnitt von ca. 19,4 km/h und das in nur zehn Tagen ohne nennenswerten Schlaf.

Leben mit dem Moulton

  • Einsatzbereich & Einschränkungen: Das Moulton ist sowohl eine Design-Ikone wie ein leistungsfähiges Fahrrad. Es ist schnell, bequem, langstreckentauglich und stabil. Wer es nur gelegentlich trennen (nicht falten) muss, fährt damit im wahrsten Sinne des Wortes gut.
  • Transport & Handhabung: Hier liegt der grösste Unterschied zu anderen Falträdern. Das Moulton lässt sich nicht falten, sondern muss in zwei Hälften zerlegt werden. Das dauert einige Minuten. Es ist somit kein Pendlerrad für den täglichen Zugverkehr, passt aber zerlegt in fast jeden Kofferraum.
  • Fahrkomfort & Sicherheit: Der filigrane Gitterrohrrahmen ist sehr verwindungsfest und steif. Um die Härte der kleinen Räder auszugleichen, ist das Moulton sowohl vorne als auch hinten etwas gefedert. Es fährt sich sicher und bequem.
  • Sauberkeit & Kleidung: Da das Rad zerlegt werden muss (Trennung des Rahmens, Bowdenzüge trennen), ist die Gefahr schmutziger Hände grösser als bei einem einfachen Klappmechanismus.
  • Praktische Hinweise: Ein Moulton fährt man, wenn man Fahrleistung und Komfort wie bei einem grossen Fahrrad sucht, und zudem bereit ist, oft Fragen zum auffälligen Fahrrad zu beantworten.

Tests und Artikel zum Moulton

  • Moulton-Seite: Übersicht über alle Modelle mit genauen Daten (engl)

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