In diesem Beitrag befassen wir uns mit der Frage, wie sich ein längerer Aufenthalt in einer fremden Stadt mit einem Faltrad bereichern lässt. Wir haben unsere Bromton für zwei Wochen Sprachkurs nach Valencia mitgenommen und wurden dank Faltrad von Touristen zu Locals.

Man erlebt eine fremde Stadt intensiver, wenn man sich auf deren Rhythmus einlässt. Mit dem eigenen Faltrad ist man mobil und kann sich auch abseits des Zentrums bewegen.
Mehr erleben dann Mobilität
Selbstverständlich kann man sich in den meisten Städten sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Oft gibt es auch Verleihsysteme für mehr oder weniger brauchbare Fahrräder. Warum also das eigene Faltrad mitnehmen? Weil man es immer dabeihaben kann. So schafft man viele Gelegenheiten, eine Stadt auch abseits der Touristenströme zu erkunden.

Der Mercat Central València ist zweifellos eine Sehenswürdigkeit der Stadt, die man gesehen haben muss. Man bewegt sich jedoch inmitten von Touristen. Wer einen authentischen Markt sucht, wird in einem Wohnquartier fündig.
Wer in einer fremden Stadt lebt und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, bewegt sich oft zu Stosszeiten im Pendelverkehr. Das ist ermüdend. Am Abend hat man dann oft wenig Lust, diese nochmals zu nutzen. Das eigene Fahrrad senkt diese Hemmschwelle, man geht nochmals raus und erlebt dadurch mehr.
In fahrradfreundlichen Städten wie Valencia ist man schnell und sicher genug unterwegs, um die ganze Stadt zu erkunden. Für das Erleben einer Stadt macht es einen grossen Unterschied, diese nur zu besuchen, oder sich in ihr leicht und schnell bewegen zu können.
Wer eine Stadt wirklich verstehen will, muss auch die Orte zwischen den bekannten Sehenswürdigkeiten erfahren.
Anderer Wege, andere Erlebnisse
Die Möglichkeit, immer wieder einmal andere Wege zu nehmen, führt zu viel mehr Kontaktpunkten mit Menschen, Quartieren, Plätzen, der ganzen Stadt. Daraus ergeben sich automatisch immer wieder neue Erlebnisse. Die unattraktiven verwirft man, die attraktiven vertieft man. So kann man sich aus der Vielfalt einer fremden Stadt eine Stadt nach persönlichem Geschmack zusammenstellen.


Je nach Lust und Laune fahren wir den Weg zur Sprachschule mal zusammen mit anderen Pendlern auf belebten Strassen oder durch einen schön angelegten Park. Es ist die Abwechslung, welche alle Facetten einer Stadt zeigt.
Schliesslich soll eine Stadt für alle Menschen etwas bieten, aber nicht alle Angebot passen für alle Menschen. Dank der nahezu uneingeschränkten Mobilität eines Faltrads kann man jede grössere Stadt zu seiner Stadt machen. Das hat einen grossen Einfluss auf die Erinnerungen, die man nach dem Aufenthalt mit nach Hause nimmt.
Keine Zentrumslage nötig
Mit dem eigenen Faltrad ist zum Wohnen keine Zentrumslage nötig. Damit spart man nicht nur Geld, man lebt in Wohnquartieren auch näher am Puls des Lebens einer Stadt.
Obwohl sich unsere Sprachschule bei den Torres de Serrans am Rande der Altstadt befindet, wohnen wir in Cabanyal, einem quirligen Quartier am Meer mit einer lebhaften Restaurant- und Bar-Szene. Da sich unsere Wohnung am Platz des Mercado de Cabanyal befindet, bekommen wir viel vom Leben der Einheimischen mit.


Hier kaufen die Locals ein. Abseits der Touristenströme ist alles etwas entspannter. So dürfen unsere Brompton mit in den Supermarkt. Und in die Eckkneipe bei unserer Wohnung darf man auch rein, um nur einen Sherry und ein paar Oliven zu konsumieren.
Gerade bei einem längeren Aufenthalt ist es wichtig, eine Stadt auch abseits der Attraktionen zu erleben. So wie die Menschen die dort fest leben und ihre Stadt jeden Tag als ihr Zuhause schätzen.
Vom Touristen zum Local
Mit dem eigenen Faltrad fährt man schnell noch ein paar Kilometer dem Strand entlang in eine etwas abseits gelegene Strandbar, in der sich die Einheimischen nach der Arbeit auf ein Bier treffen.
Oder man sucht sich ein authentisches Lokal in einem Wohnquartier, in dem man gut und preiswert isst. Dabei kann man das Rad mit hinein nehmen und muss sich keine Sorgen um dessen Sicherheit machen.


Abseits des Zentrums findet man eine kleine Bar, in der sich die Einheimischen am Abend auf ein Bier treffen, oder eine Tapas-Bar, die ohne Fotos der Speisen auskommt. Das verspricht nicht nur angemessene Preise, sondern auch authentische Erlebnisse.
In solchen Situationen ist das Faltrad ein starker sozialer Katalysator, denn es weckt die Neugierde anderer. Wenn man es zusammengeklappt unter den Tisch stellt, kommt es nicht selten zu einem Gespräch mit den Tischnachbarn.
Zwischen dem Besuch einer Stadt und dem Eintreten in ihren Rhythmus gibt es eben einen grossen Unterschied. Wer täglich mit dem eigenen Fahrrad unterwegs ist und im morgendlichen Pendlerstrom mitfliesst, wird zu einem Teil der Stadt.
Man entwickelt Routinen, die den Aufenthalt zu einem Erlebnis machen. Das Winken dem Gemüsehändler, der Halt bei der kleinen Bäckerei mit dem tollen Kaffee oder das kurze Warten an der Ampel neben anderen Pendlern, all das schafft eine Verbindung zur Stadt.
An Wochenenden mehr erleben
Bei einem längeren Aufenthalt ist man mit dem Zentrum einer Stadt irgendwann vertraut, man will mehr sehen. Mit einem Fahrrad finden sich immer lohnende Ausflugsziele ausserhalb.
Ein Fahrrad ermöglicht am Wochenende kleine Abenteuer, ohne dass man ein Auto mieten oder sich an die oftmals dünnen Busfahrpläne auf dem Land anpassen muss.
Mit einem Faltrad vergrössert sich der Radius dank kombinierter Mobilität zusätzlich. Man nimmt am Morgen einen Regionalzug in ein nahegelegenes Naturreservat, erkundet dieses, und radelt im Abendlicht zurück nach Hause.
In Kombination mit öffentlichem Verkehr, kommt man auch in Grossstädten schnell in die Natur, ohne die ersten Kilometer durch Industriegebiete fahren zu müssen.



Mit unseren Brompton kommen wir schnell aus der Stadt in den nahegelegenen Naturpark. Es gibt in Valencia auch Mieträder, welche sich jedoch eher für Gelgenheitsnutzung und kurze Strecken innerhalb der Stadt eignen.
Für Touren ausserhalb der Stadt sollte man sein eigenes Fahrrad dabeihaben. Man kennt sein Fahrverhalten, der Sattel ist bequem, man kann die richtige Sitzhöhe einstellen und hat für Notfälle das nötige Werkzeug dabei. Ausflüge sind mit dem eigenen Fahrrad viel entspannter.
Fazit
Es ist etwas mühsam, das eigene Faltrad auf dem Flug in eine andere Stadt mitzunehmen. Dafür kann man diese aber viel intensiver und vielfältiger erleben als normale Touristen.
Das gilt natürlich vor allem für längere Aufenthalte. Wer nur ein verlängertes Wochenende verreist, kann auch getrost ein Fahrrad mieten.
Die wichtigste Voraussetzung für einen gelungenen Aufenthalt in einer fremden Stadt ist sicherlich eine grosse Portion Neugier und die Bereitschaft, sich in die lokale Kultur und Gegebenheiten einzulassen.
Weiterführende Informationen:
- Fliegen mit dem Faltrad: Wie man sein Faltrad einfach und günstig im Flugzeug mitnehmen kann.
- Soll ich ein Faltrad kaufen: Wenn dieser Beitrag Ihr Interesse an Falträdern geweckt hat, und sie noch unsicher sind, ob Sie ein Faltrad-Typ sind.
- Faltrad Marktübersicht: Die Auswahl an Falträdern ist riesig. Hier lesen Sie, welches zu Ihren Bedürfnissen passen würde.

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