Faltradtour von Basel nach Strassburg über die Elsässer Weinstrasse

Leserinnenbeitrag von Bromptosaurus

Die Elsässer Weinstrasse begeistert durch malerische Landschaften, historische Fachwerkdörfer und hochkarätige Kulinarik. Eine entspannte und alkoholfreundliche Art, diese Region zu erkunden, ist eine mehrtägige Faltrad-Tour entlang der schönsten Ortschaften.

Im Elsas findet man noch viele gut erhaltene Fachwerkhäuser. Die pittoresken Orte laden nach einer Radtour zum Schlendern ein und unzählige Kaffees bieten Genussmomente.

Auf einer Faltradtour von Basel nach Strassburg über die Elsässer Weinstrasse bewähren sich faltbare Räder wie das Brompton G-Line schon bei der Anreise mit der gut frequentierten Bahn und bei Zwischenstopps.

Wer lieber Videos schaut, als Text zu lesen, kann auch hier zum Video von Brontosaurus abbiegen.

Tag 1: Basel – Colmar (78 km)

Am ersten Tag sind wir mit dem Zug nach Basel SBB angereist, haben unsere Brompton G-Line in der Bahnhofshalle ausgepackt, je eine Tasche am Lenker und am Sattel befestigt und an den Rhein hinunter gefahren.

Dort am linken Ufer beginnt unser Veloweg. Am Kanal von Hunigue vorbei geht es durch la Petite Camargue Alsacienne über die internationale Veloroute EV15 nach Niffer, Hombourg, Bantzenheim nach Rumersheim-le-Haut zum Lunch im Tentations Croquantes.

Gestärkt ging es anschliessend bei starkem Wind über die grosse Talebene via Neuf-Brisach, Wolfgantzen, Appenwihr und Sundhoffen nach Colmar zur Übernachtung im Boutique-Hotel Le Colombier. Natürlich haben wir auch eine süsse Zwischenverpflegung in der berühmten Maison Alsacienne de Bisquiterie gekauft.

Besonders überrascht waren wir an diesem Tag von den Störchen-Schwärmen. Noch nie haben wir so viele Kinderbringer an einem Ort gesehen, wie in der elsässischen Ebene.

Route: Bahnhof Basel SBB → Rhein-Ufer → Canal de Huningue → Petite Camargue Alsacienne → EV15 (Niffer, Hombourg, Bantzenheim, Rumersheim-le-Haut) → Neuf-Brisach → Wolfgantzen → Appenwihr → Sundhoffen → Colmar


Highlights & Kulinarik:
Mittagsrast im Restaurant Tentations Croquantes in Rumersheim-le-Haut. Traditionelles Gebäck aus der Maison Alsacienne de Biscuiterie.

Übernachtung: Boutique-Hotel Le Colombier in Colmar.

Tag 2: Colmar – Barr (58 km)

Am zweiten Tag begaben wir uns nach einem Gourmet-Frühstück auf eine hügelige Aussichts-Etappe. Wir starteten stadtauswärts nach Winthenheim und Turckheim und kamen dann über prächtige Weinberge nach Ammerschwihr.

Von dort ging es weiter ins mittelalterliche Dörfchen Riquewihr, das leider am Feiertag völlig überlaufen war. Schnell haben wir deshalb die Flucht ergriffen und sind am ebenfalls touristischen Hotspot Ribeauvillé vorbei ins ruhigere und ebenfalls liebliche Bergheim geradelt. Dort gabs im La Mosaique währschafte Elsässer Spätzle an Munster-Käs mit einem Glas Muscat.

Weiter ging es über die internationale Veloroute EV5 über Kintzheim, Scherwiller und Mittelbergheim nach Barr zur Übernachtung im 5 Terres Hôtel & Spa mit entspannender Wellness-Oase im Gewölbekeller und Gourmet-Restaurant.

Wir haben uns besonders gefreut, wie gut unsere G-Lines dank dem zweiten, kleinen Kettenblatt geklettert sind, und auch bei wirklich steilen Stellen und rutschigem Untergrund stets gut gegriffen haben.

Route: Colmar → Wintzenheim → Turckheim → Ammerschwihr → Riquewihr → Ribeauvillé → Bergheim → EV5 (Kintzheim, Scherwiller, Mittelbergheim) → Barr

Highlights & Kulinarik: Elsässer Käsespätzle und Muscat im Restaurant La Mosaïque in Bergheim. Fahrt durch die bekannten Weinorte Riquewihr und Ribeauvillé.

Übernachtung: 5 Terres Hôtel & Spa in Barr (inkl. Spa im Gewölbekeller und Gourmet-Restaurant).

Tag 3: Barr – Strasbourg (37 km)

Wiederum wohl genährt vom Frühstücks-Buffet gings auf die gemütliche Schluss-Etappe.

Via Obernai, Krautergersheim, Geipolsheim-Gare, näherten wir uns der Strassburger-Industriezone. Über Illkirch-Graffenstaden, kamen wir an den Rhein-Kanal, dem wir bis ins Stadtzentrum folgten und schliesslich im Hôtel Régent Petite France vor der Dreh-Brücke ankamen.

Nach der Fahrt durch das öde Industriegebiet in einem Vorort von Strassburg hat uns die Einfahrt in die Altstadt mit ihren pittoresken Häusern Appetit auf einen genussvollen Abend gemacht.

Ein Genuss war die Erholung im hoteleigenen Whirlpool auf dem Dach mit Blick auf die Altstadt. Im hoteleigenen Gourmet-Restaurant rundeten wir den Tag schliesslich mit einem Gourmet-Menu begleitet von einem fruchtigen Muré-Crémant ab.

Vor der Rückreise durfte ein Abstecher beim Elsässischen Gourmet-Tempel Malker nicht ausbleiben. Fest vakuumiert und gut geschützt fanden die legendären Tourtes noch Platz in unseren Fahrrad-Taschen. 

Am Strassburger Bahnhof verstauten wir die Falträder problemlos in der Gepäckablage des Zuges nach Basel, während die Passagiere mit grossen Velos um ihre Plätze kämpfen mussten. 

Route: Barr → Obernai → Krautergersheim → Geispolsheim → Illkirch-Graffenstaden → Rhone-Rhein-Kanal → Strassburg Zentrum

Highlights & Kulinarik: Einkehr im Spezialitätengeschäft Maison Malker (Kulinarische Souvenirs wie vakuumierten Elsässer Tourtes).

Übernachtung: Hôtel Régent Petit France.

Rückreise: Hauptbahnhof Strassburg (Gare de Strasbourg)

Es kann im Elsas auch hügelig werden. Die beiden G-Line wurden mit zwei Kettenblättern aufgerüstet, womit die Aline 8 auch bergtauglich wird. Die hübschen Orte kann man aber auch ohne viel Höhenmeter erreichen. Auch beruhigend: Das G-Line darf über die Nacht mit ins Hotel.

Diese Tour hat sich aufgrund der Hin- und Rückreise in meist vollen Zügen besonders für Falträder geeignet, da wir uns keine Gedanken über die Unterbringung der Brompton im Zug machen mussten.

In den Altstadt-Hotels konnten wir die Räder zudem jeweils sicher im Zimmer verstauen, so dass auch die Diebstahl-Gefahr gebannt war.

Gepaart mit der malerischen Landschaft und der hervorragenden Kulinarik würden wir so diese Reise jederzeit wieder machen.


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